Lahn-Dill-Bergland Der Rothaarsteig
    Impressum   |     E-Mail   |     Formulare    
Schnellnavigation


Aktuelles
Stellenausschreibung (17.10.2017)
Herbstmarkt im Herzen Eschenburgs (05.10.2017)

Kümmer-Kasten
Kümmer-Kasten online
Kümmer-Kasten PDF

Toplinks
Ferienpass Eschenburg
Gemeindewerke Eschenburg
Diakoniestation Eschenburg
Kulturkreis Eschenburg
Freizeitbad Panoramablick
Bebauungspläne
Wochenzeitung Online
Abwasserverband Online
Miteinander Füreinander
Netzwerk Jugend
Lehrstellenbörse der IHK
Wirtschaft-Lahn-Dill
LDK Pendlernetz
Rothaarsteig
Rothaarsteig Hessen
Rothaar TV
Lahn-Dill-Bergland
Das Lahntal
Endlich Energie
Hessische Energiespar-Aktion
Handwerkskammer-Wiesbaden
Jobcenter Lahn-Dill
Lahn-Dill-Kreis

Gewerbegebiete
Heerfeld - OT Eiershausen

Nächste Veranstaltungen
Jugendkreis-Freizeit
14.10.2017 bis 21.10.2017
Lieder an der Kaffeetafel
21.10.2017 bis 21.10.2017
Zum Veranstaltungskalender

Stadtplan.net - Interaktiver Stadtplan
Interaktiver Stadtplan











  
Optimiert für
  Auflösung 1024 x 768
  Besucher seit Mai 2001:
  1228849
4 User online


Herbstmarkt im Herzen Eschenburgs (05.10.2017)



Im Dutzend billiger: Mit Neuheiten und Schnäppchen locken rund 80 „fliegende Händler“ am zweiten Oktober-Wochenende nach Eschenburg. Am Sonntag ist zudem von 13 bis 18 Uhr „verkaufsoffen“. (Foto: Konrad)

Herbstmarkt, Kürbisfest und verkaufsoffener Sonntag locken nach Eschenburg. Und das passende Wetter ist auch schon bestellt, damit nach dem wechselhaften Sommer nun ein „goldener“ Herbst ansteht.

Am eigentlichen Marktplatz geht es für die Kleinsten schon am Samstag (7. Oktober) los, wo Autoskooter, Karussells und Fahrgeschäfte zu familienfreundlichen Preisen ihre ersten Runden drehen. Besondere Attraktion in diesem Jahr ist der „fliegende Teppich“. Neben dem kleinen Vergnügungspark an der „Dietzhölze“ bauen in den Straßen zwischen Kirche und Rathaus rund 80 „fliegende Händler“ am Sonntag und Montag ihre Stände und Buden auf.

Am Sonntag (8. Oktober) nach der Kirche geht es dann los mit dem „Made“, wie die Eibelshäuser sagen. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr ist zudem am Sonntag „verkaufsoffen“. Etliche Geschäfte in der Gemeinde – vom Handarbeitsladen bis zum Wohncentrum in Wissenbach – haben dann geöffnet.

In der Schulscheune in Eiershausen lädt das Regionalmuseum am Sonntag ein zum Kürbisfest von 14 bis 17 Uhr. Das lässt sich prima mit einem Besuch in der Gemeinde verbinden.

Am Montag ist wiederum Markt von 10 bis 18 Uhr. Und wie für das „Made“ in Eibelshausen legendär seit 1781: Hier ist der Ort, wo man Freunde trifft und Schnäppchen macht.



Rummel am Marktplatz. Die Stände und Buden verteilen sich zwischen Backesbrücke und Rathaus.




Goure:  Runter vom Sofa, auf geht’s zum „Made“



Sogar die Stadt Frankfurt gibt klein bei und streicht alle verkaufsoffenen Sonntage. Unserer in Eschenburg bleibt. Am kommenden Sonntag (8. Oktober) können Geschäfte in der Gemeinde von 13 bis 18 Uhr öffnen. Sie müssen nicht. Es bietet sich aber an, weil in Eibelshausen Herbstmarkt ist. Der Markt liefert den Anlass für die Verkaufsöffnung. Ohne diesen „Anlass-Bezug“ geht es nach derzeitiger Gesetzeslage und Rechtsprechung leider nicht. Was ein Glück, dass Eibelshausen im Jahr 1781 die Marktrechte neu verliehen bekam. In der amtlichen Bekanntmachung in den „Dillenburgischen Intelligenz-Nachrichten“ vom 9. Juni 1781 heißt es, dass der bis dato für den 15. Januar genehmigte Markt seit 40 bis 50 Jahren nicht mehr abgehalten wurde. Auf diese Genehmigung stützen wir seitdem unseren Frühjahrsmarkt am zweiten Sonntag im Mai und unseren Herbstmarkt am zweiten Sonntag im Oktober. Und natürlich hat sich seit langer Zeit eingebürgert, dass an diesen Sonntagen „verkaufsoffen“ ist. Und auch unsere „Energie-Messe“ ist bereits seit 2006 etabliert, sodass wir hierbei keine Klage fürchten müssen. Wie schwer es mittlerweile ist, neue Veranstaltungen zu „erfinden“ und mit einem Sonntagsverkauf zu verbinden, haben Städte wie Gießen schon erfahren müssen. Kaum versuchst Du etwas Neues, kommt die selbst ernannte „Allianz für den freien Sonntag“ mit Klage um die Ecke und gewinnt auch noch vor dem nächsten Verwaltungsgericht. Für eine längere Betrachtung bleibt bei diesen Eilentscheidungen keine Zeit. Das wäre aber nötig. Das Hessische Ladenöffnungsgesetz wird zu eng ausgelegt. Normalerweise liest sich das HLÖG so, dass eine Kommune bis zu vier Termine für „verkaufsoffene Sonntage“ bestimmen kann. Nun haben die Genehmigungspraxis und die Rechtsprechung den „Anlass-Bezug“ betont, demnach die Veranstaltung mehr Leute locken muss als die geöffneten Läden. Mit der Vorgabe kann ich weder eine neue Veranstaltung erfinden, noch eine konzertierte Aktion machen. Wie gerne hätten wir schon in diesem Jahr in Eschenburg und Dietzhölztal zur Gewerbeschau in Rittershausen „verkaufsoffen“ präsentiert. Gemeinsame Sache ist aber (noch) nicht möglich. Dafür müsste der Gesetzgeber endlich Klarheit schaffen. Die Initiative für den „freien Sonntag“ verstehe ich nicht. In Eschenburg setzen wir bewusst 13 bis 18 Uhr fest, damit der Kirchgang Vorrang hat. Dass die Familie zu ihrem Recht kommen soll, ist für uns auch eine Selbstverständlichkeit. Und Argumente wie Sonntagsruhe und Arbeitnehmerschutz finde ich geradezu absurd, wenn dann die so geschützten Menschen am Sonntag auf dem Sofa sitzen und online im Amazonas einkaufen gehen. Dann doch lieber ein familienfreundliches Einkaufserlebnis in der eigenen Gemeinde. Da haben wir alle etwas davon. Deshalb: Runter vom Sofa, auf geht’s zum „Made“.

Ihr Bürgermeister

Götz Konrad







zurück zur Übersicht