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25 Jahre Freundschaft mit Altenfeld (16.10.2015)

Familien-Fest: Das Programm und Plakat zu 25 Jahren Partnerschaft zeigte schon, wie die Verbindung zwischen Altenfeld und Eschenburg herzlicher Natur ist und bleibt.


Es brauchte keinen tausendseitigen Einigungsvertrag, auch keine offizielle Verschwisterung mit Urkunde, sondern mit einer eher zufälligen Begegnung begann die Beziehung zwischen Altenfeld und Eschenburg. Zum Jubiläum 25 Jahre Deutsche Einheit haben Vertreter aus beiden Gemeinden in Thüringen zugleich „25 Jahre Freundschaft“ gefeiert.
Z
wischen Mauerfall und Wiedervereinigung gab es eine Begegnung von Bürgermeistern des Lahn-Dill-Kreises und des Altkreises Ilmenau. Und Eschenburgs Oberhaupt Otto Friedrich Schlemper und Altenfelds Bürgermeister Winfried König lernten sich dabei zufällig kennen und schnell schätzen. So unkompliziert wie die erste Bekanntschaft, setzte sich auch die weitere Beziehung fort: Bauingenieur Rolf Reeh wie einige Bauhof-Kollegen aus Eschenburg erbrachten in Altenfeld Hilfe zur Selbsthilfe. Ein ausgemusterter Unimog und das ausgediente Tanklöschfahrzeug aus Eibelshausen leisteten gute „Starthilfe“ im Thüringer Wald. Und über die Feuerwehren, Vereine und viele private Kontakte wuchs somit eine Partnerschaft, die vielleicht deshalb bis heute so lebendig geblieben ist.



Nächste Generation: Zum Abschied gab es nach der Feier des 25. Tages der Deutschen Einheit in Altenfeld Ortsmitte die Einweihung eines Kinderspielplatzes.


Unter den 27 Eschenburger Vertretern fanden sich neben altgedienten Vertretern aus Gemeinde-Gremien und Bauhof auch etliche neue Vertreter der Feuerwehr und der Eschenburger Lederhosenfreunde. Entsprechend zünftig begann das Programm am Freitagabend mit Fackelzug, Bratwurst und Bier bei Klängen der Altenfelder Blasmusik um Herbert Escher, der seit mehr als 50 Jahren als Dirigent aktiv ist.
Gewissermaßen Zukunftsmusik bekamen die Gäste aus Eschenburg, die im Kurhotel Auerhahn im benachbarten Masserberg bestens untergebracht waren, am Morgen des Einheits-Tages zu hören: Masserbergtunnel und Oelzebrücke sind die beiden nächsten Bauwerke auf der neuen ICE-Strecke durch den südlichen Thüringer Wald. Neben Besichtigungen vor Ort bekamen die Besucher im Informationszentrum Goldisthal einen guten Überblick über das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“, das ab 2017 Züge zwischen Berlin und München binnen vier Stunden verkehren lässt und Thüringen zwischen Skandinavien und Süditalien zum Zentrum macht.



Am Zug: Die Gäste aus Eschenburg bekamen die neuen Tunnel und Brücken gezeigt, die demnächst mit schnellen ICE-Verbindungen Thüringen zum Mittelpunkt Europas machen.


Wie nah verwandt Thüringen und Hessen sind, machte Bürgermeister Götz Konrad am Abend bei dem Festakt in der Mehrzweckhalle deutlich. Das könne man schon beim Blick auf die Landesfahnen sehen. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, erinnerte sich sein Vorgänger Walter Jank an das Miteinander zwischen den beiden Gemeinden. „Bei den vielen Fragen, die unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung auftauchten, ob bei Verwaltungsangelegenheiten oder im Straßenbau, konnten wir uns der unbürokratischen Hilfe der Partnergemeinde sicher sein“, dankte Altenfelds Bürgermeister Peter Grimm. „Und das war nie eine Einbahnstraße“, ergänzte sein Kollege Konrad: „Wir haben hier in Altenfeld vieles lernen und ‚mitnehmen‘ dürfen, was das Miteinander und den Ideenreichtum auch bei spärlichen Mitteln angeht.“ Vom „Zusammenwachen zum zusammen Wachsen“ sei nun das Thema nach der Feier der „Silberhochzeit“, so Konrad.
Nach dem kurzen Festakt kam eine Feier, bei der Lothar Schubert und seine Band „Altsynchron“ – so etwas wie Altenfelds Pendant zu „Karat“ – zum Schwofen und Schwelgen einluden. Viele Erlebnisse wurden aufgewärmt, aber auch mögliche neue Seiten für die „silberne“ Beziehung aufgeschlagen: Mit den Jugendfeuerwehren, die in Altenfeld gerade einen Neuanfang bekommen hat, werden gemeinsame Aktionen ins Auge gefasst. Die rührigen Altenfelder, die das 50 Jahre alte Waldschwimmbad auf Vordermann gebracht haben, können den Eschenburgern auf die Sprünge helfen, nachdem sie nun den ersten Beachvolleyball-Club im Thüringer Wald gegründet haben. Die kleine Kirche, deren Fassade die Kommune mit einer neuen Schiefereindeckung versehen hat, feiert demnächst ein Jubiläum, für das Eschenburgs Gemeindevorstands-Mitglied Dr. Rolf Krämer bei einer Stippvisite schon mal probeweise in die Orgeltasten griff und alle Register zog.
Gerade weil 25 Jahre Deutsche Einheit glücklicherweise auch eine neue Normalität gebracht haben, wollen beide Seiten auch in Zukunft an dieser unkomplizierten Partnerschaft festhalten. Und so war das Finale treffend: Die Altenfelder haben im Mittelpunkt des 900-Seelen-Dorfes einen großen Spielplatz gebaut, bei dessen Einweihung die Gäste einfach einbezogen wurden. „Das ist ein Familien-Fest“, sagten die Eschenburger, ehe sie unter den Klängen des Marsches „Alte Kameraden“ in den Bus  stiegen, der mit Unterstützung des Landes Hessen zu Feier von 25 Jahren Deutsche Einheit und Freundschaft die mittlerweile grenzenlose Strecke chauffierte.
Auf das Navigations-Gerät hätte die Reisegruppe getrost verzichten können, war unter den Einheits-Erfahrenen der langjährige Kreisbrandinspektor Siegfried Hermann aus Hirzenhain, der zum Staunen der Jüngeren nicht nur viele Begebenheiten der Wende-Jahre zu berichten wusste, sondern auch aktuelle Kenntnis von Land und Leuten vermittelte. „Hier kann man prima Urlaub machen“, war somit alte Erfahrung und neue Erkenntnis.


Info: Mehr Informationen und Kontakte zu Altenfeld finden sich unter www.altenfeld-thueringen.de im Internet. 

Und hier ein Bericht "Aufbauhilfe mit Erfolg" aus der Zeitung "Freies Wort"  



Freundschaft erhalten (von links): Altenfelds Bürgermeister Peter Grimm, sein Vorgänger Winfried König, Eschenburgs Altbürgermeister Walter Jank und der aktuelle Rathaus-Chef Götz Konrad. (Foto: Andrea Löchner/Agenthuer)  



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