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Brand vor 200 Jahren vernichtete in Eibelshausen 204 Gebäude (24.04.2015)

Am Sonntag (26. April) startet im Regionalmuseum Eschenburg eine neue Ausstellung, die den großen Brand vor 200 Jahren in Eibelshausen und seine Folgen darstellt.


Den 20. Mai 1815 werden die Bewohner des kleinen Dorfes Eibelshausen lange Zeit nicht vergessen haben, denn am Abend dieses Tages brach im Bereich der heutigen Hauptstraße ein Brand aus, der sich zu einem verheerenden Inferno entwickeln sollte: In kürzester Zeit wurden 204 strohgedeckte Häuser nebst Stallungen und Scheunen ein Opfer der Flammen. Glücklicherweise waren keine Menschenleben zu beklagen waren, aber die betroffenen Bürger hatten ihr sämtliches Hab und Gut verloren. Zu diesem Zeitpunkt konnte kein Bewohner ahnen, dass in den nächsten Jahren ein komplett neues Dorf aus neuen und bestehenden Häusern entstehen sollte. Die Fürstliche Bauinspektion der Herzoglich Nassauischen Regierung beauftragte Baudirektor Friedrich Ludwig Schrumpf mit der Erstellung eines Bebauungsplanes. Per Los wurden die neuen Grundstücke zugeteilt. Geplant war die Neuaufteilung in größere Bauflächen und Straßen. Dazu  mussten auch einige Häuser verrückt werden, um ein großzügig anzulegendes Wegenetz mit großen Flächen zu ermöglichen. 

Mit der Sonderausstellung „Eibelshausen – 200 Jahre nach dem Brand“ beschäftigt sich das Regionalmuseum mit knapp 80 Gebäuden, die ab dem Brand von 1815 das neue Ortsbild prägen sollten. Museumsmitglied Wolfgang Hofheinz steuert aus seinem Archiv Dokumente und Fotos bei. Nachzulesen sind Besitzerreihenfolge, Erben und erfolgte Umbauten. Ein selbst erstellter Plan des neuen Ortskerns soll dem Besucher als Wegweiser zu den einzelnen Häusern dienen. Abgerundet wird die Ausstellung mit großformatigen Fotos, die Eibelshausen in früheren Zeiten zeigen.

Der Brand von 1815 ist auch ein wichtiges Datum für den Brandschutz, der aus Fehlern und Folgen lernte. Die „Feuerläufer“, die in Wissenbach, Frohnhausen und Dillenburg Hilfe holen sollten, funktionierten nicht. Aber die Feuerwehren von Steinbrücken, Simmersbach und Eiershausen hatten durch ihr Eingreifen dazu beitragen können, dass nicht alle Häuser abbrannten. Die Simmersbacher Wehr etwa hatte besonders die schiefergedeckte Kirche ständig nass gehalten, weshalb diese unversehrt blieb, berichtet die Eibelshäuser Chronik.

Die Präsentation schlägt somit auch den Bogen zu 125 Jahre Feuerwehrverband Dillkreis, die nun gefeiert werden können: Bei der Gründung des Verbands am 1. Juni 1890 war auch die acht Jahre zuvor aufgestellte Löschtruppe aus Eibelshausen dabei. Aus der Geschichte von 1815 hatten die Eibelshäuser gelernt und brachten sich ein für die „die Hebung und Förderung aller das Feuerlöschwesen betreffender Verbesserungen, die Ausbildung gut organisierter Feuerwehren im Bezirk Dillenburg“, wie es in der ersten Verbandssatzung hieß.

Die Ausstellung „Eibelshausen – 200 Jahre nach dem Brand. Wie sich ein Ort veränderte“ ist vom 26.4. bis 17.5. 2015 jeweils sonntags zwischen 14 und 18 Uhr im Heimatmuseum (Marktstraße 1) in Eibelshausen geöffnet. Am ersten Ausstellungssonntag werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Mehr Informationen über das Museum in die Ausstellung unter www.regionalmuseum-eschenburg.de im Internet. Der Feuerwehrverband Dillkreis ist demnächst unter www.fv-dill.de zu finden.



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